| Entstehen
der Vereine/des Verbandes
Göttingen
am 17.07.1994
An
jenem Wochenende trafen sich ca. 30 lesbische
Polizistinnen und schwule Polizisten aus der
ganzen Bundesrepublik im Tagungshaus Waldschlösschen
in Göttingen-Rheinhausen, um Erfahrungen
mit ihrem Coming-Out und den Reaktionen auf
den Dienststellen mitzuteilen.
Auf
Initiative des freien Journalisten Jens Dobler
aus Berlin und der offen schwul lebenden Kollegen
Jürgen Bugla (Castrop-Rauxel) und Lutz
Wohlan (Düsseldorf) und mit finanzieller
Unterstützung des Schwulen-Verbandes-
Deutschland (SVD) und der Bundesarbeitsgemeinschaft
"Kritische Polizisten/innen" trafen
sich zum ersten mal in der Bundesrepublik
ca. 30 Kolleginnen/Kollegen aus verscheidenden
Bereichen der Polizei (S, K, Verwaltung und
BGS) um über ihre Erfahrungen mit ihrer
Homosexualität zu berichten, insbesondere
über ihre Erfahrungen innerhalb der verschiedenen
Dienststellen.
Interessant
war, dass noch viele Kollegen glaubten, dies
teilweise bis heute, um ihre Karriere fürchten
zu müssen, wenn sie sich offen zu ihrer
Veranlagung bekennen. Zu beneiden waren da
die Kollegen aus Berlin, die bereits offiziell
einen Schwulenbeauftragten in der Polizei
hatten (interessanter Weise einen STINO, also
einen stinknormalen Hetero), der sowohl Kontaktstelle
für Schwule und Lesben außerhalb
der Polizei fungierte als auch als Selbsthilfeeinrichtung
für Kollegen.
Quelle: AlsPol NRW e.V. jetzt VelsPol NRW
e.V.
Mittlerweile
gibt es in einer ganzen Reihe von Bundesländern
Vereine / Gruppierungen welche nunmehr einheitlich
unter Velspol auftreten und in erster Linie
für Lesben, Schwule, bisexuelle oder
transidentische Kolleginnen und Kollegen innerhalb
der Polizei für Hilfe oder Rat zur Verfügung
stehen. Auch ist gerade hinsichtlich der Einstellung
der Kollegen, aber auch der Öffentlichkeit
noch einiges an Überzeugungs-arbeit zu
leisten.
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